ThermoLotse: Fachwissen für Eigentümer · Förderangaben mit Primärquellen
Effizienz

Hydraulischer Abgleich: damit jeder Raum die richtige Wärmemenge erhält

Der hydraulische Abgleich stimmt Heizflächen, Volumenströme, Ventile und Pumpe auf den tatsächlichen Wärmebedarf ab.

Was ohne Abgleich passiert

Wasser nimmt bevorzugt Wege mit geringem hydraulischem Widerstand. Nahe Heizflächen können überversorgt werden, während entfernte Räume zu wenig Heizwasser bekommen. Das kann höhere Pumpenleistungen, unnötig hohe Vorlauftemperaturen und ungleichmäßige Raumtemperaturen verursachen.

Verfahren B

Nach den aktuellen BEG-FAQ umfasst Verfahren B vereinfacht die raumweise Heizlastberechnung, Einstellungen an Heizkörpern bzw. Heizflächen und Verteilleitungen sowie weitere Einstellungen am System, unter anderem an der Pumpe.

Alternative Verfahren

Gleichwertige temperaturbasierte Verfahren können anerkannt werden. Seit 1. Januar 2026 ist nach den BEG-FAQ eine Zertifizierung anhand der vorgesehenen Checkliste verpflichtende Voraussetzung für deren Förderfähigkeit. Die Heizlastberechnung bleibt auch bei solchen Verfahren relevant.

Warum Wärmepumpen profitieren

Wenn die Wärmeverteilung hydraulisch stimmt, lässt sich die Heizkurve häufig niedriger fahren. Eine niedrigere erforderliche Vorlauftemperatur reduziert den Temperaturhub der Wärmepumpe und verbessert typischerweise ihre Effizienz.

Förderrelevant: Bei geförderten wassergeführten Heizungsanlagen gehört der hydraulische Abgleich zur Optimierung des Heizungsverteilungssystems.

Heizkörper sind nicht automatisch ein Problem

Entscheidend ist, welche Leistung sie bei der geplanten Systemtemperatur liefern.

Altbau & Heizkörper
Primärquelle: BMWE / Energiewechsel, BEG-FAQ 20.07.2026.